Zwischenstopp in Leipzig

Auf dem Weg von Berlin nach München haben wir einen Zwischenstopp in Leipzig eingelegt, da Stephan dort einen kleinen Auftritt in der Villa Keller hatte und ich die Stadt kennenlernen wollte.

Den Tourbus haben wir auf dem Campingplatz Auensee abgestellt, der für mich mit seinem Ambiente alten DDR-Charme widerspiegelt. Der Platz liegt ruhig zwischen Wald und See, trotzdem ist das Zentrum gut mit dem Fahrrad erreichbar. Die Tage in Leipzig habe ich für viele Joggingtouren genutzt, da die Umgebung des Platzes schöne Laufstrecken durch den Wald und am Auensee sowie an der weißen Elster und der neuen Luppe bereithält.

 

Natürlich haben wir auch das Zentrum von Leipzig besucht und es hat mir wirklich gut gefallen. Da ich ein großer Fan von schöner Architektur bin, ist mir die Leipziger Universität gleich ins Auge gesprungen (wobei ich sie anfangs für eine moderne Kirche gehalten habe:).

Darüberhinaus haben mich natürlich die allgemein gegenwärtigen Hinweise auf die friedliche Revolution 1989 beeindruckt. Ich fühlte mich in die damalige Zeit zurückversetzt, in der ich den Umbruch als Studentin in Bochum nur am Fernseher mitverfolgt habe. Seitdem habe ich nur die Veränderungen in Berlin durch viele Besuche dort erleben dürfen.

Der Taxifahrer, mit dem Stephan abends zum Konzert fuhr, relativierte diese dargestellte, positive Sichtweise auf die Wiedervereinigung aber, indem er erklärte wie überrollt sich die Bürger der neuen Bundesländer durch den Westen fühlen. Die eigene Identität, Errungenschaften und auch Produkte seien oftmals verschwunden und durch Dinge aus dem Westen ersetzt worden.

Der Kurzbesuch hat mich auf jeden Fall nachdenklich zurückgelassen und in unserer Crew viele intensive Diskussionen ausgelöst, die weiter nachwirken.

Auch in Leipzig nutzte Stephan natürlich die Gelegenheit zu einem Open Stage Konzert in der Villa Keller, bei dem das Publikum und die ungewöhnliche Location begeistert haben.

Die Reise führt uns jetzt zur letzten Station der Tour nach München.

Bis dahin, Eure fifty-something


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