Voller Freude starte ich mein Business als systemische Coachin und Supervisorin für Frauen, die sich Unterstützung bei der selbstbestimmten Gestaltung ihrer Lebenswege wünschen. Seit langem habe ich auf diesen Traum hingearbeitet, in dem ich meine Kompetenzen als systemische Coachin, Supervisorin, Feministin und erfahrene Leitungskraft nutzen kann.

Mir ist es bereits seit vielen Jahren ein Anliegen, Frauen auf ihrem Lebensweg und ihren Entscheidungen zu unterstützen und zu beraten. Als Leitungskraft habe ich meine Möglichkeiten der Unterstützung von Frauen oft nutzen können und als Freundin und Mentorin ebenfalls. Die Förderung von Frauen ist mir ein wichtiges Anliegen, da ich auch auf meinen persönlichen Weg häufig merken musste, dass mir einerseits die eigene Erziehung und Sozialisation als Frau, andererseits die männlich geprägten Strukturen im Arbeitsleben bei einer selbstbestimmten Entwicklung im Wege standen.

Ich habe es als selbstverständlich hingenommen, nach der Geburt meiner Kinder hauptsächlich für deren Betreuung und Versorgung zuständig zu sein, eigene Wünsche und beruflichen Pläne zurückzustellen und erst nach der Verselbstständigung meiner Kinder berufliche Karrierepläne umzusetzen. Das schlechte Gewissen darüber als Teilzeitkraft weder als Arbeitnehmerin noch als Mutter zu genügen, habe ich damals als mein individuelles Problem angesehen.

Auch die Selbstverständlichkeit bei meinen Arbeitgebern, keine Leitungsstelle als Halbtagskraft angeboten zu bekommen, habe ich als gegeben hingenommen.

Zum Glück habe ich im Laufe meines beruflichen und privaten Lebens einige Frauen kennengelernt, die mir neue Sichtweisen und emanzipatorische Ansätze aufgezeigt haben. Ich habe feministische Literatur gelesen, mich mit anderen Frauen vernetzt, Weiterbildungen und zusätzliche Ausbildungen gemacht und im Laufe der Jahre ist mir immer deutlicher geworden, dass ich die Gleichstellung von Frauen auf mehreren Ebenen selbst mitgestalten kann.

Einerseits braucht es natürlich strukturelle Veränderungen in unserer männlich geprägten Gesellschaft, die politisch, aber auch im beruflichen Kontext gestaltbar sind. Da kann ich als Leitungskraft bei meinem Arbeitgeber zum Glück viel mitgestalten und verändern. Frauen in Leitungspositionen, Führen im Tandem und in Teilzeit oder gendergerechte Sprache sind konkrete Beispiele, für die ich mich dort engagiere.

Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass Frauen auch individuell gestärkt werden müssen, beziehungsweise wir uns selbst stärken und gegenseitig unterstützen sollten. Manchmal brauchen wir einen Blick von außen, einen Input einer Mentorin/Coachin, um eigene selbstbestimmte berufliche und persönliche Entwicklungen anstoßen und umsetzen zu können.

Deshalb war es mir seit langem ein Anliegen, diese Unterstützung und Begleitung von Frauen auch über mein direktes Umfeld hinaus anzubieten. Diese Möglichkeit schafft mir meine Arbeit als systemische Coachin und Supervisorin für Frauen auf dem Weg zum selbstwirksamen Handeln.

https://angelahollstein.de/

Ich biete mein Beratungsangebot online und persönlich vor Ort als 1:1 Coaching für Frauen und als persönliche Supervision für Frauenteams oder frauendominierte Teams an.

Einrichtungen mit Frauenteams (z.B. Kindergärten, Frauenhäusern, Mutter-Kind-Einrichtungen) haben spezifische Themen, wie zum Beispiel Mitarbeiterinnen in Teilzeit, Mutterschaft, Teams im Wandel durch regelmäßige Fluktuationen von Mitarbeiterinnen. Diese Teams unterscheiden sich von klassischen Männer- oder durchmischten Teams und brauchen deshalb spezifische Supervisionsangebote, die auf diese besonderen Themen eingehen und die Dynamiken auch in Fallsupervisionen berücksichtigen.

Dabei steht die Stärkung der Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmtheit von Frauen bei beiden Angeboten im Mittelpunkt. Wir nehmen meist unbewusst die Ansprüche und Erwartungen aus unserer Umwelt als eigene Vorstellung wahr. Die Unterscheidung zwischen eigenen Wünschen und Lebensvorstellungen und die unserer Partner, Kinder, Eltern, Kolleg:innen und Arbeitgeber ist eine Aufgabe, der wir uns in einem systemischen Coaching stellen können.

Im Coaching werden berufliche und private Erfahrungen reflektiert. Ich unterstütze die Coachee bei der Priorisierung von Entwicklungsalternativen und in der Persönlichkeitsentwicklung. Meine Haltung ist bei meiner Arbeit immer wertschätzend, lösungs- und ressourcenorientiert. Ein Blick in die eigenen Erfahrungen und Muster ist dabei hilfreich, aber unser wichtigster Blick richtet sich auf unsere Handlungsalternativen für unser zukünftiges Handeln. Unsere Fähigkeiten und Ressourcen können wir nutzen, um alternative Handlungsoptionen zu entwickeln.
Systemisches Coaching und Supervision unterstützt die Suche nach der eigenen Identität und Rolle, unabhängig von den Zuschreibungen durch unser privates und berufliches Umfeld.

Dabei müssen wir uns bewusst machen, dass auch Frauen, die beruflich engagiert sind, in Sitzungen statistisch weniger Redeanteil haben als Männer, schneller sprechen, mehr unterbrochen werden und deshalb auch weniger wahrgenommen werden. Unsere Stimme ist leiser und heller als Männerstimmen. Trotzdem können wir lernen, uns den uns zustehenden Raum zu nehmen, langsamer zu sprechen und durch unsere Körperhaltung und der inneren Einstellung aktiver die Arbeitswelt mitzugestalten. Dabei wollen wir natürlich nicht das männliche Auftreten imitieren, sondern unseren eigenen Weg finden. Oft stehen uns unsere Selbstzweifel im Weg. Wir fragen uns, ob unsere Überlegungen und Meinungen wirklich wichtig sind und wir uns damit einbringen sollen. Männer denken da anders: „Längst haben auch die sogenannten Herrklärer und Mansplainer, jene Männer also, die selbstverständlich und umfassend Frauen Sachlagen erläutern, egal ob das weibliche Gegenüber diese kennt, gar besser Bescheid weiß, Brüder bekommen: die Mannologen mit ihren unerbetenen Wortwalzen und die Mantertainer, jene Herren, die sich für lustiger halten, als sie es sind, das aber nicht merken, weil es zu den männlichen Ritualen gehört, sich durch automatisches Über-Witze-Lachen gegenseitig zu bestärken.“ (https://www.sueddeutsche.de/karriere/job-meeting-diskussion-frauen-coaching-1.4301125-3, abgerufen am 21.11.2021).

Diese männliche Dominanz im Arbeitsleben, aber auch in unserem privaten Umfeld können wir aber ändern, indem wir uns zutrauen Platz einzunehmen, Redezeit einzufordern und mitzugestalten. Ein Coaching oder Supervision kann zur Reflexion der eigenen  Rolle und Position sowie dem eigenen Handeln eine wunderbare Unterstützung sein. Frauen bekommen dort einen Raum, um eigene Positionen und Lebenswege zu erarbeiten und Handlungsalternativen in einem geschützten Raum auszuprobieren.

Ich freue mich auf den Austausch mit vielen engagierten Frauen, die ihr Leben selbstbestimmt und selbstwirksam gestalten wollen.

Eure Angela Hollstein

 


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